Was ist Steinzeug/Steingut/Terracotta Keramik?

Steinzeug, Steingut und Terracotta haben als Ausgangsmaterial Tonerden, welche z.T. unterschiedliche Anteile an Quarz, Feldspat u.a. Materialien aufweisen. Hauptsächlich unterscheiden sich diese Keramikerzeugnisse jedoch durch die unterschiedlich hohen Brenntemperaturen, bei denen die Tonware gebrannt wird. Ein Vorgang, der unter Keramikern auch als "Scherben" benannt wird. 

Bei der Herstellung sämtlicher Qualitäten durchlebt die modellierte Tonware zunächst bei ca. 950°C ihren Rohbrand (Schrühbrand). Nach dem Rohbrand hat die Ware Steingut Qualität. Eine Unterform hierbei ist Terracotta; unglasierte natürlich erdfarbene Keramik, welche aus Tonsorten mit erhöhtem Eisen- (rötlich) bzw. Kalkgehalt (gelblich) erzeugt werden.

Für Steingut und Steinzeug Keramik werden die Stücke nach dem Rohbrand glasiert und höher gebrannt. Im Falle von Steingut beträgt die Ofentemperatur nur wenig mehr als beim Rohbrand. Für Steinzeug Keramik erfolgt nach der Glasur ein Hochbrand (Glattbrand/Glasurbrand) bei 1200-1280°C. Während dem Hochbrand "sintert" der Tonkörper. Dies bedeutet, dass sich die keramischen Stoffe durch Hitze und Druck verfestigen, verbinden und der Tonkörper kleiner wird, ohne seine Gestalt grundlegend zu verändern. Insgesamt schrumpft der Tonkörper auf rund 10% seiner Anfangsmasse und erreicht nach dem Hochbrand das Prädikat Steinzeug Keramik.

Steinzeug steht für wasserundurchlässige, robuste und pflegeleichte Qualitäts-Keramik. Demgegenüber bleiben sowohl Steingut als auch Terracotta Keramikerzeugnisse per Definition zu einem gewissem Masse porös und wasserdurchlässig. 

Für die Herstellung der Gebrauchsware (Geschirr) kommt bei pappel KERAMIK ausschliesslich und kompromisslos Steinzeug Qualität in Frage.